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Makler

Das Maklerrecht ist geprägt von Streitigkeiten über das Bestehen des Maklerlohns. Wir prüfen die Voraussetzungen für das Entstehen der Maklerprovision und die Einwendungen des Kunden. Wir beraten Sie insbesondere bei folgenden Themen:

 

  • Maklervertrag
  • Wegfall der Provision
  • Alleinauftrag
  • Reservierungsvereinbarung
  • Aufwendungsersatz
  • Beendigung des Maklervertrags
  • Haftung des Maklers

 

Aktuell:

Kein Provisionsanspruch bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung

 

Reservierungs-Vereinbarung oft unwirksam

Hat der Makler Ihnen ein Formular über eine Reservierungsgebühr vorgelegt? Dann sollten Sie die Vereinbarung anwaltlich prüfen lassen, da vielfach die vom Makler verlangten Gebühren zurückgefordert werden können. Dies hat der Bundesgerichtshof -Aktenzeichen III ZR 21/10- entschieden und den Maklerkunden dem besonderen Schutz des § 307 Abs. 1 BGB unterstellt.

 

Im ausgeurteilten Fall wollte der Kunde des Maklers eine Eigentumswohnung für 296.000 EUR erwerben. Ihm wurde eine Reservierungsvereinbarung vom Makler vorgelegt, in der er sich zur Zahlung eines Betrags von 1.500 EUR verpflichtete. Der Makler versprach dafür: "Die Wohnung/ das Eigenheim anderweitig nicht mehr anzubieten, sondern sie/es für den Kaufinteressenten reserviert zu halten."

Unwirksam sagt der BGH!

Reservierungsvereinbarungen werden von den Maklern eingesetzt, um Kaufinteressenten, welche zugesagt haben, eine Immobilie zu erwerben, hieran zu binden. Es kann festgehalten werden, dass die meisten Reservierungsvereinbarungen unwirksam sind.

 

Maklerlohn verwirkt durch Reservierungsgebühr-Klausel

Das Landgericht Berlin hat die Klage eines Maklers auf Zahlung seines Maklerlohns in Höhe von 13.224 EUR für die Vermittlung eines Baugrundstücks abgewiesen, aufgrund des Umstands, dass im vorformulierten Maklervertrag auch eine unwirksame Reservierungsvereinbarung enthalten war. Das Landgericht Berlin hat hierzu ausgeführt:

 

Ein Makler verwirkt seinen Maklerlohnanspruch in entsprechender Anwendung des § 654 BGB, wenn er seinen Auftraggeber (Kunden) veranlasst, eine Absichtserklärung zum Erwerb eines konkreten Grundstücks, und darüber hinaus eine unwirksame Reservierungsvereinbarung, die die sofortige Zahlung einer erfolgsunabhängigen Reservierungsgebühr von 500 EUR vorsieht, zu unterzeichnen.

Eine Reservierungsgebühr stellt eine erfolgsunabhängige Teilprovision dar, die über Allgemeine Geschäftsbedingungen (Formular) nicht wirksam vereinbart werden kann.

Die von Gericht ausgesprochene Verwirkung des Maklerlohnanspruchs hat Strafcharakter.

 

Hinweis

Auch Kunden von Maklern, die bereits die Maklerprovision gezahlt haben, sollten die Vereinbarung einer rechtlichen Überprüfung unterziehen, da die Provision möglicherweise zurückgeholt werden kann.

Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung sind Sie in Fragen des Maklerrechts bestens bei uns aufgehoben.